Gedanken & Stress
Wenn Gedanken Stress machen – raus aus der Grübelschleife
Manchmal ist nicht nur die Situation belastend. Es sind die Gedanken darüber, die immer wieder durch den Kopf kreisen.
Grübeln ist nicht dasselbe wie Problemlösen
Beim Problemlösen entsteht irgendwann ein konkreter nächster Schritt. Beim Grübeln wiederholt sich dieselbe Frage immer wieder, ohne dass wirklich etwas gelöst wird. Das kann viel Energie binden und Stress verstärken.
Gedanken wahrnehmen, ohne ihnen sofort zu glauben
Ein erster Schritt kann sein, einen Gedanken etwas auf Abstand zu bringen. Statt „Ich schaffe das nicht“ kannst du formulieren: „Ich habe gerade den Gedanken, dass ich das nicht schaffe.“
Dieser kleine sprachliche Abstand kann helfen, Gedanken wieder als Gedanken zu erkennen – nicht automatisch als Fakten.
Fakt oder Bewertung?
Eine hilfreiche Frage lautet: Was weiß ich wirklich – und was vermute ich nur?
Beispiel: „Mein Chef hat heute nur kurz geantwortet“ ist eine Beobachtung. „Er ist bestimmt unzufrieden mit mir“ ist bereits eine Interpretation.
Reframing: eine andere Perspektive finden
Reframing bedeutet nicht, Probleme schönzureden. Es bedeutet, zusätzlich nach einer anderen möglichen Sichtweise zu suchen.
- Aus „Ich muss alles schaffen“ kann werden: „Ich entscheide, was heute wirklich wichtig ist.“
- Aus „Ich darf keinen Fehler machen“ kann werden: „Ich darf sorgfältig arbeiten und trotzdem menschlich sein.“
Kleiner Praxisimpuls
Nimm einen Gedanken, der dich heute beschäftigt, und ergänze:
„Eine andere mögliche Sichtweise wäre …“